Frese & Wolff Werbeagentur
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Mitte der 90er Jahre im letzten Jahrtausend wurden viele meiner Kommiliton*innen nach ihrem Biologie-Studium Pharmareferent*innen. Dazu hatte ich keine Lust.
1993 hatte das Kernforschungszentrum CERN den ersten Webserver und den ersten Webbrowser offiziell und gebührenfrei für die Öffentlichkeit freigegeben. Ich fand die Idee einer weltweit vernetzten Informationssammlung so toll, dass ich Teil dieser Sache werden wollte, lernte autodidaktisch HTML und Webdesign und arbeitete als Webdesigner bei einem regionalen Internet Service Provider.
Es folgten Stationen als Projektleiter bei einem Oldenburger Start-up für Unified Messaging Services (damals gab es noch nicht einmal Smartphones), beim Aufbau des „Mobilen Internets“ bei T-Online in Darmstadt sowie im mobilen Musikstreaming bei T-Online Musicload und T-Mobile in England – einige Jahre, bevor Spotify auf den Markt kam.
Zurück in Oldenburg baute ich digitale Entertainment-Dienste bei einem regionalen Telekommunikationsanbieter auf und leitete später die Abteilung für Geschäftskunden-Marketing einer großen regionalen Tageszeitung.
Nach Inkrafttreten der DSGVO ließ ich mich für eine Bremer Anwaltskanzlei als Datenschutzbeauftragter zertifizieren und beriet vor allem E-Commerce-Kund*innen.
Vor meiner Zeit bei Frese & Wolff arbeitete ich im Online-Marketing eines Versicherungsunternehmens und ging intensiv der Frage nach, wie man Marken, Produkte und Services im unüberschaubaren Angebot des Internets sichtbar machen kann und bin schlussendlich bei den Themen SEO/GEO und SEA gelandet.
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Stell dir das Internet mit Google (und allen anderen Suchmaschinen) als die größte Bibliothek der Welt vor.
Aber leider ohne Bibliothekar*innen, die dir bei der Suche nach dem besten Buch helfen. Einfach nur ein Regalsystem mit Milliarden von Büchern, dynamisch sortiert danach, wie gut sie zu deiner Frage passen.
Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass das Buch unserer Kund*innen ganz oben in diesem Regal liegt, wenn die richtigen Leute danach suchen. Das mache ich auf zwei Wegen.
Entweder ich sorge dafür, dass Google, die anderen Suchmaschinen und KI-Systeme wie z. B. Perplexity die Website meiner Kund*innen von selbst gut finden, verstehen und in ihren Antworten berücksichtigen.
Oder ich schalte gezielt Anzeigen genau dann, wenn jemand aktiv danach sucht. Klassisch über Google Ads, inzwischen aber auch über ChatGPT Ads.
Warum?
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Arthur Conan Doyle hat seinen Protagonisten Sherlock Holmes in einigen Romanen die folgenden Worte in den Mund gelegt:
„Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrigbleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.“
Sherlock Holmes
Statt „unwahrscheinlich“ kann man vielleicht auch „unbeliebt“ sagen.
Manchmal bleibt der gewünschte Erfolg trotz gut konzipierter On-Page- und Off-Page-Optimierungen, GEO-Maßnahmen und abstimmungsintensiver Google-Ads-Kampagnen aus. Dann bestätigen alle Zahlen und Analysen einen Verdacht, der wie ein Elefant im Raum steht: Das Produkt findet unter Umständen keinen passenden Markt. Genau darüber muss ich Kund*innen dann offen und ehrlich informieren. Das ist manchmal sehr emotional.
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Nerd, der
„eine Person, die sich intensiv, leidenschaftlich und oft theoretisch mit einem speziellen, meist komplexen Fachgebiet beschäftigt“
Ich fürchte also, dass die Antwort wohl oder übel ja ist.
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Definitiv die Kosmologie.
So ist bspw. nach dem ekpyrotischen Modell der heterotischen M-Theorie der „Urknall“ keine Dichte-Singularität aus dem Nichts, sondern der hochenergetische Zusammenstoß zweier dreidimensionaler Branen innerhalb eines 5-dimensionalen effektiven Bulks (ausgehend von der fundamentalen 11-dimensionalen M-Theorie, bei der 6 Raumdimensionen auf einer Calabi-Yau-Mannigfaltigkeit kompaktifiziert sind), wobei die kinetische Relativbewegung entlang der 5. Raumdimension in die Materie und Strahlung unseres Kosmos umgewandelt wurde.
Wenn das nicht nerdig ist, was dann?
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Massiv, in alle Richtungen.
KI verändert die Suche selbst. Google AI Overviews, ChatGPT & Co. sorgen dafür, dass klassisches SEO um GEO/AEO erweitert wird. Inhalte müssen nicht nur für Menschen, sondern gleichzeitig auch für KI-Sprachmodelle verständlich und zitierfähig aufbereitet sein, bspw. inklusive sauberem Schema-Markup für Entitäten.
Ich nutze selbst KI-Tools wie Claude, Gemini, ChatGPT oder NotebookLM, um durch Mustererkennung meine Recherche- und Auswertungsqualität zu verbessern und zu beschleunigen.
Kreativer Input und strategische Einordnung dieser Ergebnisse bleiben aber Handarbeit. Noch.
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Große Unternehmen oder Konzerne bieten dir eine vermeintliche Sicherheit oft auf Kosten der Gestaltungsfreiheit. Tanker sind halt recht behäbig.
Hier arbeite ich an vielen verschiedenen Projekten aus vielen interessanten Branchen gleichzeitig, habe meist einen direkten Draht zu den Entscheider*innen und sehe die Wirkung meiner Arbeit viel schneller. Das gefällt mir. Nicht zu vergessen die vielen netten Kolleg*innen.
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Hm… Angesichts der aktuellen Lage – Klimakrise, Bildungsungleichheit, Verlust der Biodiversität – würde mich ehrlich gesagt ein Job bei einer passenden NGO reizen. Irgendetwas mit direkter, spürbarer Wirkung.
¯\_(ツ)_/¯
DAS IST KEIN STELLENGESUCH – ich bin total zufrieden hier :)