Volle Möhre vorbereitet!

Hallo zusammen 🙋

Wie bereits angekündigt, hat gestern das interkulturelle Training für das Auslandspraktikum stattgefunden. Entgegen meiner Erwartungen ging es da gar nicht konkret um die britische Kultur und die möglichen Fallen, in die man tappen könnte. Tatsächlich haben wir uns eher damit auseinandergesetzt, was der Begriff „Kultur“ ganz allgemein bedeutet. Zum Glück wurde dieses doch recht theorielastige Thema durch das ein oder andere Spiel aufgelockert!

Aber fangen wir von vorne an: Nach der Vorstellungsrunde (wir waren insgesamt 14 Leute aus den Berufsbildungsschulen Haarentor und Wechloy) haben wir auf einer Weltkarte markiert, in welchem Land wir unseren bisher größten Kulturschock erlebt haben. Bei mir war das Malta, wobei mich dort eher die Klimaverhältnisse schockiert haben, als die Kulturunterschiede, denn die Luftfeuchtigkeit war so hoch, dass meine Lederjacke im Schrank verschimmelt ist. Diese Gespräche förderten wirklich interessante Geschichten zutage – von abgetrennten Schafsköpfen auf afrikanischen Märkten bis hin zum Wäsche waschen mit Toilettenwasser in Lettland.

Nachdem wir ausgiebig gefrühstückt hatten, mussten wir unsere Köpfe ein wenig anstrengen und uns Gedanken darüber machen, was man eigentlich unter Kultur versteht. Das haben wir dann anhand der „Kultur-Möhre“ bzw. „Möhren-Analogie“ veranschaulicht. Die Arbeitsatmosphäre war wirklich super, es wurde unter anderem heiß darüber diskutiert, in welchem Verhältnis denn nun Denkweise, Lebensweise und Gewohnheiten zueinander stehen würden. Das artete so weit aus, dass wir zur altbekannten Grundsatzdiskussion kamen, was denn zuerst da gewesen sei: das Huhn oder das Ei. Schließlich konnten wir uns doch einig werden, das Ergebnis seht ihr hier:

Praktikum in England - Interkulturelles-Training - Volle Möhre

Um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, haben wir uns danach in Gruppen aufgeteilt und ein Kartenspiel gespielt. Die Details darf ich nicht nennen, damit der „Aha-Effekt“ für die nächsten Teilnehmer nicht verloren geht 😉 Es war definitiv eine gute Metapher dafür, dass es in jeder Kultur andere Spielregeln gibt, die man beachten und an die man sich anpassen sollte, wenn man in ein fremdes Land geht.

Bevor wir uns den Formalien gewidmet haben, sollten wir uns noch einmal in zwei Gruppen zusammenfinden und jeweils fünf Vor- und Nachteile aufschreiben, die wir mit uns Deutschen assoziieren. Die Begriffe sollten wir auf einen Rahmen kleben und zwei Freiwillige sollten vor der Gruppe Platz nehmen und durch diesen Rahmen sehen.

Unsere Lehrerin fing an, den beiden Jungs gezielt Fragen zu stellen, deren Beantwortung unsere Begriffe entweder belegen oder widerlegen sollte. Heraus kam, dass 80 Prozent der negativen und positiven Eigenschaften nicht zutrafen. Ob etwas Anderes dabei herausgekommen wäre, wenn da noch eine Frau gesessen hätte, sei mal dahin gestellt 😀

Zum Schluss sind wir noch die Erasmus-Verträge durchgegangen und haben eine Mappe mit den notwendigen Unterlagen für das Praktikum erhalten. Mit meiner Unterschrift und dem Stempel der Schule wurde es amtlich: am 17.06.17 geht es nun ab nach Kingston Upon Thames!

Was genau es mit Erasmus auf sich hat und wie ich zu dem Praktikum im Ausland gekommen bin, das werde ich euch nächste Woche im Detail verraten.

Also, keep in touch! 🖖