LADIES AND GENTLEMEN: IT’S LONDONTIME!

Hallo ihr Lieben 😀

Da bin ich wieder! Wie versprochen berichte ich euch heute von meinen Erlebnissen der ersten Woche meines Auslandspraktikums in London. Tatsächlich ist schon so einiges passiert …

Angefangen hat alles mit dem Flug von Hamburg nach London. Ganze 1,5 Stunden hat es gedauert, bis ich nach der Landung endlich im Bus nach Kingston saß. Europas größter Flughafen hat mir wirklich einiges abverlangt. Von da an ging es aber nur noch bergauf! Meine Unterkunft habe ich mir über Airbnb organisiert und wurde herzlichst von meinen Mitbewohnern Poppy (26) und Morgan (30) begrüßt. Ich fühlte mich auf Anhieb sehr wohl mit den zwei und die Wohnung ist wirklich klasse. Aber verschafft euch hier bei Airbnb selbst einen Eindruck.

Abends habe ich mich auf Erkundungstour begeben und bin in die Stadt gelaufen. Ich habe mir schon mal angeguckt, wo ich am Montag zur Arbeit muss und erfreut festgestellt, dass ich nur 15 Minuten zu Fuß brauche. Danach bin ich ans Wasser gegangen und habe den fantastischen Ausblick genossen. Es waren 29 Grad und gefühlt ganz Kingston tummelte sich mit einem Glas Wein oder einer Flasche Bier am Ufer der Themse. Später habe ich mich mit Fabian und Greta getroffen, zwei der drei anderen Deutschen, mit denen ich auch schon das interkulturelle Training hatte. Wir sind beim Italiener am Wasser essen gewesen und schwupps waren auch schon die ersten zwanzig Pfund weg. Wie schön es an der Themse ist, könnt ihr auf den folgenden Bildern sehen:

Sonntagnachmittag habe ich mich wieder mit Fabian und Greta getroffen und wir sind in den Richmond Park gefahren. Etwas Vergleichbares habe ich vorher noch nicht gesehen. Der Park ist RIESIG und zurecht der größte von Londons acht Royal Parks. Es war einfach atemberaubend. Das abgefahrenste war, dass dort Rehe und sogar Hirsche direkt vor einem über die Straße laufen und sich aus zwei Meter Entfernung fotografieren lassen. Aber seht selbst:

Am nächsten Tag begann dann die Arbeitswoche. Um 11 Uhr trudelten wir im Büro ein und ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Hier geht es passend zum Namen wirklich „kreativ“ zu 😀

Die Kollegen sind alle super nett, allerdings fiel mir bei der Begrüßung direkt der erste Unterschied zu Deutschland auf: man gibt sich (zumindest hier) offensichtlich nicht die Hand, wenn man eine größere Gruppe begrüßt. Mit Namen scheinen sie es hier auch nicht so zu haben, denn am Telefon stellt sich keiner von denen vor, sondern man sagt einfach nur von welcher Firma man anruft (wenn überhaupt) und was man möchte – das ist mir hierzulande noch nie untergekommen.

Mir wurde zusammen mit Greta das Projekt Kingston RPM: Records, People, Music anvertraut, das momentan parallel zum International Youth Arts Festival abgewickelt wird. Das ist wirklich eine schöne Sache, denn Creative Youth hat es sich zur Aufgabe gemacht, in einer sich stetig weiterentwickelnden Ausstellung aufzuzeigen, welche Musiker und Bands zwischen den 40er und 70er Jahren in Kingston Auftritte hatten. Das waren zum Beispiel David Bowie, Led Zeppelin, Cream und sogar die Rolling Stones und Queen!

Meine Aufgabe war es die Woche über unter anderem, bei Spotify im Rahmen der Ausstellung Kingston RPM mehrere Playlisten für die 60er und 70er Jahre anzufertigen, mit allen Künstlern, die je in Kingston aufgetreten sind. Das Ergebnis werde ich euch nächste Woche hier vorstellen, denn die Liste mit den Namen ist schier endlos. Außerdem habe ich noch nach Artikeln im Internet über Kingston RPM Ausschau gehalten, einen Screenshot von der Website erstellt und mit dem entsprechenden Link in eine Präsentation geladen. Dann haben wir noch spontan bei der Eröffnung der Ausstellung gekellnert. Ehe wir uns versahen standen wir hinterm Tresen und unterhielten uns mit Einheimischen über Kingstons Musikerbe. Es hat total viel Spaß gemacht und es war interessant zu sehen, was CY da auf die Beine gestellt hat.

Ansonsten haben wir die Woche über natürlich auch das IYAF promotet. Wir haben in der Innenstadt Flyer und Programmhefte verteilt (die anders als in Deutschland sogar bereitwillig entgegengenommen wurden) und einen Infostand am College betreut:

Nach Feierabend haben wir uns am Montag auf den Weg nach London gemacht. Erst waren wir im St. James Park, dann beim Buckingham Palace und mit der U-Bahn sind wir schließlich zur Station Embankment gefahren, von wo aus wir zu Fuß Richtung Big Ben gelaufen sind. Wir hatten richtiges Glück mit dem Wetter; selbst um acht Uhr abends waren es noch 25 Grad und wir konnten ausnahmsweise mal wolkenlose Bilder von Londons Sehenswürdigkeiten machen. Dank des guten Wetters haben auch einige Straßenmusiker ihr Talent zum Besten gegeben und es entstand eine tolle Großstadtatmosphäre. Auch wenn ich schon das vierte Mal in London bin – die Stadt verzaubert einen einfach immer wieder aufs Neue:

Ansonsten haben wir die Woche über nicht besonders viel gemacht, wir waren alle etwas erschöpft von den ganzen neuen Eindrücken. Am Wochenende haben wir bei mir in der Wohnung gekocht und uns Filme angesehen. Nächstes Wochenende verspricht aber aufregender zu werden: ich bekomme Besuch aus Deutschland und wir sehen uns das vorletzte Konzert von Adeles Welttournee im Wembley Stadion an. Am Sonntag geht’s dann vermutlich nach Greenwich zum Nullmeridian.

Ob wir unsere Pläne in die Tat umgesetzt haben und was wir diese Woche sonst noch so erleben, davon berichte ich dann in der nächstes Woche wieder hier im Blog. Täglich neue Eindrücke und Updates bekommt Ihr übrigens auf Instagram und Snapchat.

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